Gemeinwesenarbeit des SFZ Albersbösch

  

Gemeinwesenarbeit des SFZ Albersbösch
  • Im Mittelpunkt der Gemeinwesenarbeit (GWA) des SFZ Albersbösch stehen die Interessen, Themen und Möglichkeiten der Bewohner*innen in Albersbösch und Hildboltsweier.
  • GWA arbeitet mit den Bewohner*innen, Gruppen, Vereinen und Einrichtungen gemeinsam am Erhalt und der Verbesserung der Lebensqualität im Sozialraum insgesamt.
  • GWA hat die Aufgabe, Bewohner*innen bei der Bearbeitung ihrer Themen und Interessen zu unterstützen, sie miteinander zu vernetzen und bei Bedarf zu begleiten.
  • Eine möglichst hohe Selbstorganisation der Bewohner*innen wird angestrebt.
  • Die Bewohner*innen sind die Experten*innen ihrer eigenen Lebensbedingungen. Die GWA des SFZA stellt die sozialarbeiterische Fachkompetenz sowie Infrastruktur zur Verfügung.
  • Offenburgweit orientiert sich die GWA der Stadtteil- und Familienzentren an vier zentralen Kernaufgaben: Aktivieren, Begegnen, Informieren und Vernetzen.
  

Bürgerschaftliches Engagement ermöglichen, Bewohnerinteressen aufnehmen und begleiten

Raumvergabe an aktive Gruppen

Das SFZ Albersbösch stellt für aktive Gruppen im Stadtteil nach Möglichkeit Räume für deren Aktivitäten zur Verfügung. Als "Gegenleistung" bringen sich die Gruppierungen im Gemeinwesen ein, z.B. bei Stadtteilfesten oder sonstigen Anlässen und öffnen ihre Angebote für neue Interessierte aus dem Stadtteil. Räume des SFZ Albersbösch können bei Bedarf auch für externe Anlässe gemietet werden, z.B. für Familienfeiern.
 

Interessengruppen begleiten

Haben mehrere Bewohner*innen im Stadtteil  das gleiche Anliegen, können sich eigenständige Interessen- oder Arbeitsgruppen bilden. Das SFZ Albersbösch begleitet und unterstützt diese nach deren Bedarfen. Das Ziel ist, gemeinsam Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Bürger*innen ihre Interessen selbst wirksam einbringen und vorbringen können.
Aktuell gibt es mehrere Arbeitsgruppen, die sich beim Prozess "Zum Glück Albersbösch" 2024 und 2025 gebildet haben und für beide Stadtteile offen sind. Dazu gehören die Nachbarschaftshilfe, die AG Freizeit, die AG Spiele, der Arbeitskreis Senior*innen, die AG Verkehr und das Kochatelier. Die AG Müll hat durch das Projekt starken Auftrieb bekommen.
Das SFZA übernimmt nicht die Interessenvertretung für Bewohner*innen. 
 

Rabenplatzaktionen an Freitagen, den 13.

Seit vielen Jahren wird der in Albersbösch gelegene Rabenplatz für Menschen im Stadtteil mit kleinen, interaktiven Veranstaltungen aufgewertet. Das geschieht immer dann, wenn Freitage auf einen 13. im Monat fallen. Das Stadtteil- und Familienzentrum Albersbösch sucht Kooperationspartner, die eine Aktion mit ihnen zusammen gestalten. Beispielsweise gab es eine Stadtteilbegehung zum 70. Geburtstag von Albersbösch, sind Gruppen aus den Stadtteilen mit Tanz oder Gesang aufgetreten, wurde eine Modenschau, ein Tischkickerturnier, oder eine Brandschutzübung der Feuerwehr, ein Sommer-Tanzabend und vieles mehr organisiert. Für das leibliche Wohl wird gesorgt und es gibt immer ein Angebot für Kinder.
 

Beteiligung bei Spielraumplanung & AG Spielraum

Vor Neugestaltungen von Spielplätzen werden Anwohner*innen, Zielgruppen und Kinder durch die städtische Spielraumplanung in die Vorplanungen direkt mit einbezogen und die Bedarfe der Bewohnerschaft erfragt.
Die Gemeinwesenarbiet des SFZA ist mit dabei und unterstützt die Einbeziehung der Ideen aus dem Sozialraum.
 
Da, wo sich Anwohner*innen finden, übernehmen Menschen die Aufgabe, einen Blick auf die Spielanlagen in Hildboltsweier und Albersbösch zu haben und Probleme und Bedarfe an die GWA weiterzugeben. Diese sortiert, was selbst im Stadtteil geklärt werden kann oder an die Stadtverwaltung weitergegeben wird.
 

Bürgerbefragungen in den Stadtteilen

Unregelmäßig werden Befragungen von Anwohnergruppen oder Zielgruppen im Stadtteil durchgeführt. Dabei geht es um konkrete Fragestellungen, was das Zusammenleben anbelangt, oder um eine bestimmte Zielgruppe. Die Befragungen dienen als eine Grundlage für die Ausrichtung der Arbeit des SFZ Albersbösch. Außerdem sollen Bürgerinnen und Bürger angeregt werden, sich für die eigenen Interessen einzusetzen.
 

Vermittlung bei unterschiedlichen Interessenlagen

Ziel ist, gemeinsam mit Beteiligten unterschiedlicher Interessenlagen lösungsorientiert zu einem Kompromiss zu kommen, mit der alle Beteiligten leben können. Die GWA kann eine vermittelnde oder moderierende Rolle einnehmen. Es ist nicht Aufgabe der Gemeinwesenarbeit, Partei zu ergreifen, für Bürger*innen stellvertretend oder anwaltschaftlich zu handeln oder gegenüber Anwohner*innen bestehende Verordnungen durchzusetzen.
  

Vielfältige Begegnungsorte und Begegnungsanlässe schaffen

Stadtteilcafé Rabe

Wöchentlich findet in den Räumen der Ev. Erlösgemeinde, Wichernstraße 6 immer donnerstags das „Café Rabe“ statt. In den warmen Jahreszeiten ist das Café Rabe auch mobil mit dem Lastenrad auf verschiedenen Spielplätzen unterwegs (Siehe"Aktuelles"). Hier treffen sich Stadtteilbewohner*Innen mehrerer Generationen, Milieus und Herkunftsländer. Das Café Rabe ist ein beliebter Ort der Begegnung, zum Spielen und Basteln. Ein ehrenamtliches Team sorgt für guten Kaffee, Kuchen, Obst und Getränke. Es gibt eine große Tauschbücherei. Spiele für Kinder und Erwachsene regen zum Spielen an. Veranstalter des Café Rabe sind die Ev. Erlösgemeinde und das SFZ Albersbösch. Immer wieder werden dort auch spezielle Mitmach-Aktionen durchgeführt. 
 
Einmal im Monat finden außerdem die „Rabeneltern“ statt. Dieses Angebot ermöglicht Eltern, sich zu wechselnden Themen auszutauschen, eigene Erfahrungen zu teilen und miteinander in Begegnung zu kommen. Währenddessen gibt es ein begleitendes Angebot für Kinder, das ihnen eine schöne Zeit ermöglicht und den Eltern den nötigen Raum und eine angenehme Atmosphäre für Gespräche und Austausch schafft.
 
Der Name „Rabeneltern“ greift das Bild des Raben als soziales Wesen auf und setzt einen bewussten Kontrast zu seinem Ruf als Einzelgänger. Raben stehen sinnbildlich für Gemeinschaft, soziale Beziehungen und Zusammenhalt – Werte, die auch bei diesem Angebot im Mittelpunkt stehen.
 

Stadtteilfest

Das Stadtteilfest ist eine Gemeinschaftsaktion von Gruppierungen, Einrichtungen und Vereinen in Albersbösch. Es findet einmal jährlich statt und die Federführung der Ausrichtung wechselt jährlich zwischen folgenden Trägern: Ev. mit Kath. Pfarrgemeinde, Eichendorff-Schule, Montessori-Zentrum mit Haus Limone und SFZ Albersbösch.
 

Adventsfenster in Albersbösch und Hildboltsweier

In der Adventszeit gibt es in Hildboltsweier und Albersbösch die Adventsfenster-Öffnungen. Privatpersonen und soziale Einrichtungen laden jeweils an einem Abend zur Eröffnung eines Fensters ein. Kommen kann jeder. Manchmal gibt es noch Punsch und Plätzchen oder ein passende Geschichte. Den Kalender und die Adressen, an denen sich die Adventsfenster öffnen, finden Sie in der d` WestSeit´, Ausgabe Dezember und auf Plakaten im Stadtteil. Die Adventsfenster öffnen täglich um 18 Uhr vor der Haustür von Anwohner*innen oder den sozialen Einrichtungen. Die Adventsfenster werden gemeunsam mit der Einwohnergemeinschaft Hildboltsweier koordiniert.
 

Stadtteilcafé in der „Kleinen Stadt“

Innerhalb des Sommerferienangebotes „Unsere Kleine Stadt“ für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren, gibt es ein Stadtteilcafé, zu dem sich Bewohner*innen in schönem Rahmen austauschen und informieren können. Kuchen für das Stadteilcafé wird im Rahmen der Kleinen Stadt von Kindern gebacken und hier angeboten. Unter Sonnenschirmen können Eltern und Interessierte das Geschehen in der Kleinen Stadt verfolgen. Außerdem bieten Kinder als „Scouts“ Führungen für  Erwachsene in die Kleine Stadt an.
 

Kulturabend „Goldener Oktober“

Die ehrenamtliche AG Kultur bereitet einmal jährlich einen Kulturabend vor, der immer im Herbst stattfindet. Im Mittelpunkt stehen Beiträge von Künstlerinnen und Künstlern aus Albersbösch.
Es gibt klassische und moderne Musik, Gesang, Theater und Foto- und Atelierkunst zu sehen und hören. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
 

Wald- und Seeputzete 

Auf Initiative von aktiven Bewohner*innen unterstützt GWA bei Wald- und Seeputzeten, logistisch, mit der Werbung und in der Öffentlichkeitsarbeit. Gesäubert wird beispielweise der angrenzende Stadtwald oder des Geländes am Burgerwaldsee. Die Aktionen finden zumeist zu den Kreisputzeten des Ortenaukreis statt.  Die die Abfallwirtschaft hält die benötigten Gerätschaften und bereit.
  

Wissen für Bewohner*innen nutzbar machen

Hintergründe in der Stadtteilzeitung d´WestSeit´

Die Stadtteilzeitung d`WestSeit wird vom der GWA DEs SFZA herausgegeben. Die Zeitung ist kostenlos erhältlich und wird über Anzeigen finanziert. Sie erscheint vier Mal im Jahr und wird an die Haushalte in Hildboltsweier und Albersbösch verteilt, sowie an Interessierte außerhalb des Stadtteils versandt. Die Redaktionsarbeit wird von einem ehrenamtlichen Team geleistet. Die Berichte für die Ausgaben kommen von Einrichtungen, Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen, sowie von der Redaktion. Kontakt zur Redaktion: westseit@gmx.de  Tel.: 0781 - 60585-25
 

Zugangswege zu aktuellen Informationen

Über diese SFZA Homepage Rubrik "Aktuelles" in E-Mail-Rundschreiben, sowie vor allem im direkten geplanten oder informellen Kontakt und Austausch mit Bewohner*innen, Gruppen, Vereinen und Einrichtungen werden aktuelle Informationen und Wissen im Netzwerk gesträut und umgekehrt auch eingeholt.
  

Kontakt und Kooperation zwischen Gruppen, Vereinen und Einrichtungen

Stadtteilkonferenz

Zweimal jährlich kommen ehren- und hauptamtliche Vertreter*innen der Vereine und Einrichtungen in den Stadtteilen Albersbösch und Hildboltsweier zusammen, um sich über wichtige Belange in den Stadtteilen zu informieren, zu beraten, gemeinsame Projekte zu beschließen oder sich darüber abzustimmen.
Einberufen und koordiniert wird die Stadtteilkonferenz von der Gemeinwesenarbeit des SFZ Albersbösch. Im Alle Einrichtungen, Gruppen und Vereine können eigene Sozialraum-Themen anmelden.
 

Stadtteilteam

Das Stadtteilteam besteht aus Fachkräften von sozialen Einrichtungen, die in Albersbösch und Hildboltsweier agieren (z.B. Kirchen, Schule, Kitas, Senioreneinrichtrungen, Kommunaler Sozialer Dienst). Das Treffen findet zwei bis drei mal jährlich statt, und dient dem Fachaustausch zu sozialraumorientierten sozialen Themen.
 

Runder Tisch im Sozialraum

Der Runde Tisch im Sozialraum befasst sich präventiv und lösungsorientiert mit Fallbesprechungen von Kindern, die im Sozialraum ihren Lebensmittelpunkt haben. Es geht dabei gezielt um Kinder, bei denen ein besonderer Bedarf gesehen wird. Maßgebend ist dabei die Ressourcenorientierung:
Wie und vom wem können Kinder und deren Familien am besten gezielt unterstützt werden?
Die Möglichkeiten des Stadtteil werden dabei mitgedacht.
 

Themenforum

Seit 2024 gibt es ein neues Gremium der Stadtteilkommunikation, zu dem alle Bürger und Bürgerinnen von Hildboltsweier und Albersbösch eingeladen sind. Es nennt sich Themenforum. 
Vorbereitet wird es von den beiden bürgerschaftlichen Vereinen, Einwohnergemeinschaft Hildboltsweier und Forum West, bürgerschaftliche Vereinigung für Albersbösch mit Kreuzschlag 2024, zusammen mit dem SFZ Albersbösch. 2-mal im Jahr laden sie zusammen ein.
Es werden Themen besprochen, die die Menschen in den Stadtteilen bewegen und Lösungen für die Stadtteile überlegt. Wenn möglich werden eigene Arbeitsgruppen dazu gebildet, ansonsten beschlossen, ob und wie die Themen bei verantwortlichen Stellen der Stadtverwaltung angefragt werden.
  

Die beiden Stadtteile im Profil

Die Stadtteile Albersbösch mit 6.500 und Hildboltsweier mit 1.900 Einwohner*innen bilden einen Sozialraum, welcher sich im Süd-Westen Offenburgs am Rande des Stadtwaldes und des Burgerwaldsees befindet.

Während Hildboltsweier bereits in den 1930er Jahren entstand, wurde der Stadtteil Albersbösch aufgrund des Wohnraumbedarfes für Flüchtlinge und Heimatvertriebene unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs errichtet. Eine Erweiterung erfuhr der Stadtteil Albersbösch dann erneut in den 1990er Jahren mit der Entstehung des Neubaugebietes im Kreuzschlag, der u.a. zugezogenen Spätaussiedler*innen ein neues Zuhause bot.1995 wurde das Stadtteil- und Familienzentrum Albersbösch (SFZA) in der Nahtstelle zwischen dem damals neu entstehenden Wohngebiet des Kreuzschlages und Albersbösch gegründet um ein Zusammenwachsen der Gemeinwesen zu fördern. Die beiden Stadtteile kennzeichnen sich heute durch eine große Vielfalt in ihrer Bevölkerungsstruktur hinsichtlich von Lebenslagen und Milieus. 

Ein reges Vereinsleben, vielfältiges Engagement und eine seit langem gewachsene Kultur der Zusammenarbeit von zahlreichen Vereinen und Institutionen charakterisieren und verbinden heute die Stadtteile trotz der Trennung durch die Bahnlinie. Durch die qualitativ hochwertigen Stadtranderholungsmöglichkeiten wie auch durch den großzügigen öffentlichen Spielraum und einer breiten Angebotsstruktur für alle Altersgruppen bietet der Sozialraum insgesamt ein sehr lebenswertes und kinderfreundliches Umfeld. Die auffallende Vielfältigkeit der beiden Stadtteile bietet Chancen für ein solidarisches und integratives Gemeinwesen für alle Bevölkerungsgruppen auf Basis gewachsener und sehr lebendigen Stadtteilkulturen. 

  
Barbara Klement
Leiterin der Einrichtung
Jennifer Knetschke
Gemeinwesenarbeit
  

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